Berichte 2019

Gugging, von der Heil- und Pflegeanstalt zum Kunstzentrum

Feilacher
Prof. Johannes Feilacher

Prof. J. Feilacher – künstlerischer Direktor und Kurator des Museums Gugging berichtete am 28. März 2019 im Lyceumclub über Kunst und Psyche:

Gugging
Haus der Künstler

Das Haus der Künstler in Gugging, 15 km nördlich von Wien, beherbergt Menschen, die eine Betreuung brauchen und gleichzeitig ein besonderes Talent haben. Der Psychiater Leo Navratil gründete 1981 in Gugging das Zentrum für Kunst-Psychotherapie. 1986 wurde das Haus von Prof. Dr. Johann Feilacher in Haus der Künstler umbenannt und ist bis heute Kernstück des Kunstzentrums Gugging. Seit 1981 leben und arbeiten dort Menschen, die durch die hohe künstleri­sche Qualität ihrer Zeichnungen, Gemälde, Schriften und Objekte als Künstler aus Gugging weltweit bekannt geworden sind. Sie zählen zu den bedeutenden Vertretern der Kunstrichtung Art Brut. Prof. Feilacher stellte einige Künstler und ihre Werke vor und berichtete über weltweite Ausstellungen.


Erforschung des Jupitermonds Europa

Prof. Dr. Peter Wurz, Universität Bern

Prof. Dr. Peter Wurz, Leiter Weltraumforschung  und Planetologie der Universität Bern, informierte am 12.2.2019 im Lyzeumclub über den letzten Stand der Erforschung des Jupitermonds Europa.

Jupitermond Europa

Der Jupiter Mond Europa ist der zweit innerste Mond des Planeten Jupiter. Er ist mit einem Durchmesser von 3121 km der kleinste der vier großen Jupitermonde und der sechstgrößte Mond im Sonnensystem und etwas kleiner als unser Mond.

Er ist von einem globalen Ozean unter einer geschlossenen Eisdecke bedeckt. Die auf Fotos sichtbare Linenstruktur entsteht durch Bewegungen der Eisoberfläche auf Grund von Gravitationsänderungen bedingt durch die eigene Umlaufbahn und die der übrigen Monde. Im Ozean wäre theoretisch primitives Leben möglich. Prof. Wurz informierte über vergangene und zukünftige Missionen von NASA und ESA. Auch eine Landung am Mond Europa ist geplant.

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Gehn, ma Tauben vergiftn

Georg Kreisler

Am Sonntag, den 13. Januar durften wir im Zunfthaus zur Waag Lieder von Georg Kreisler geniessen. Sie faszinierten auch noch fünfzig Jahre nach ihrer Entstehung. Unter anderem hörten wir „Tauben vergiften“, „Der Musikkritiker“ und „Opernboogie“. Die rabenschwarzen Chansons wurden perfekt vorgetragen von Christoph Cajöri, Gesang und Pawel Mazurkiewicz, Klavier. Wir erfuhren auch so einiges aus dem interessanten Leben von Georg Kreisler. Er war der Pianist von Charlie Chaplin und Dolmetscher bei den NAZI Prozessen in Nürnberg und versuchte sich als Opern-Komponist.

Paweł Mazurkiewicz und Christoph Cajöri

Das vorwiegend österreichische Publikum war erfreut darüber, wie gut sich ein Schweizer in die österreichische Mentalität von Georg Kreisler hineindenken kann.

Beim anschliessenden Apéro klang der Nachmittag gemütlich aus.


Berichte 2018