Die Schweiz – eine Willensnation?

Wilhelm TellAm 22. Februar 2018 stellt Prof. Dr. André Holenstein

das Klischee der Entstehung der Schweiz unter dem Titel

„Die Schweiz – eine Willensnation?“ auf den Prüfstand

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder

„Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen und Gefahr“, dieses Dichterwort, basierend auf einer Geschichtserzählung des 15. Jahrhunderts, prägte im aufkommenden Nationalismus des 19. Jahrhunderts die Vorstellung vom Ursprung der Schweiz. Die Gründungslegende der Alten Eidgenossenschaft insinuierte ein staatsähnliches Gebilde, das die 3 Waldstätten nach innen geeinigt, nach aussen selbstbewusst auftreten sah, aus dem sich danach systematisch und einträchtig die Schweiz gebildet hätte. Die neueste historische Forschung bringt jedoch ein anderes Bild der Entstehung der vielzitierten „Willensnation“ zum Vorschein.

Am 22. Februar 2018 wird Prof. Dr. André Holenstein
im Lyceum Club, Rämistrasse 26, 8001 Zürich um 18:30 Uhr
unter dem Titel „Die Schweiz – eine Willensnation?“

aufzeigen, wie sich die äusserst heterogenen Gebiete in einem langwierigen, mitunter schwierigen Prozess integrierten und damit zum heutigen souveränen neutralen Staat entwickelten.

Prof. Holenstein wurde 1959 geboren und ist Bürger von Kirchberg in St. Gallen. Er studierte Neue und Mittelalterliche Geschichte sowie Deutsche Literatur an der Universität Bern, wo er 1989 auch promovierte, 2001 habilitierte und 2002 zum ordentlichen Prof. für Ältere Schweizer Geschichte und Vergleichende Regionalgeschichte ernannt wurde. Bereits in jungen Jahren erhielt er den Theodor-Kocher-Preis für hervorragenden wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Bern. Heute ist er Vorstand und wissenschaftlicher Beirat in diversen Stiftungen sowie Delegierter der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften bei Akademien der Wissenschaften Schweiz.

Erfahren Sie die turbulente Entstehungsgeschichte dieses Landes, die eher als Ausdruck eines stetigen politischen und gesellschaftlichen Wandels, als in einem heroischen Freiheitskampf verschworener Eidgenossen begründet, gesehen werden kann.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und die Diskussion beim anschliessenden Apéro.

Dr. Ingrid Reinisch
Präsidentin


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