Paracelsus – Deutscher, Schweizer, Österreicher, Europäer

Gemäss seinem mehrfach preisgekrönten Biographen Dr. phil. Pirmin Meier (Beromünster), ist Theophrastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, ein Europäer fürs Bilderbuch: Geboren 1493 bei Einsiedeln, Bürger der Stadt Strassburg, wie Kopernikus Doktor von Ferrara, stammte er von einer schwäbischen Johanniterfamilie ab, wurde 1539 in der Stadt Pressburg (Bratislava) vom Kaiser geehrt und verstarb am 24. September 1541 in Salzburg.

Paracelsus

Wie Hippokrates glaube Paracelsus an eine Behandlung, die vom Körper als einem Ganzen ausgeht und an die Heilkraft des Körpers selbst.
Paracelsus war ein glänzender Diagnostiker. Er war der erste der davon ausging, dass Lungenkrankheiten von Bergarbeitern durch Einatmen metallischer „Dämpfe“ verursacht wurden und nicht von bösen Geistern. Er fand einen Zusammenhang zwischen niedrigem Mineralgehalt von Trinkwasser und der Verbreitung von Kröpfen. Seine Beschreibung der Syphilis war eine bahnbrechende Abhandlung, in der erstmals eine Behandlung mit einer Quecksilbermischung vorgeschlagen wurde.

20. Juni 2019, 18:30 Uhr

Paracelsus – Deutscher, Schweizer, Österreicher, Europäer

Lyceumclub, Rämistrasse 26, 8001 Zürich

Der Referent, Dr. phil. Pirmin Meier (Beromünster) sprach im letzten Herbst in St. Petersburg über „Paracelsus in Russland“ und war jahrzehntelang unter Prof. Heinz Dopsch auch eines der aktivsten Vorstandsmitglieder der Internationalen Paracelsus-Gesellschaft Salzburg. Sein Standardwerk „Paracelsus, Arzt und Prophet“ wurde u.a. mit dem Bodenseeliteraturpreis der Stadt Überlingen sowie dem Innerschweizer Kulturpreis ausgezeichnet. Pirmin Meier – vgl. seinen im Netz abrufbaren SRF-Beitrag über Geister in „Sternstunde Religion“ – ist auch für seinen unterhaltsamen Vortragsstil bekannt. Zur Zeit dreht er mit dem Dokumentarfilmer Erich Langjahr einen Film mit dem Arbeitstitel „Landschaftsessay nach Paracelsus“.

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